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Freitag, 11. Juni 2010

Die Wärmepumpe ist eingebaut

Die Energie bezieht die Sole-Wärmepumpe aus zwei Spiral-Erdwärmetauschern, welche in ca. 4-5m Tiefe im Garten eingegraben wurden. 
Sie lädt damit den 830-Liter Pufferspeicher für Warmwasser und Fußbodenheizung. Wir bekommen demnächst noch eine thermische Solaranlage mit ca. 9 m² auf dem Süddach über der Terrasse, welche ebenfalls an den Puffer angeschlossen wird. Im Sommer wird diese Solaranlage alleine den Pufferspeicher mit Wärme für das Brauchwasser versorgen. 
Im Hochsommer wird schließlich der Erdwärmespeicher ohne die Wärmepumpe (diese ist dann ausgeschaltet) in die Fußbodenheizung geführt und führt so zu einer "passiven Kühlung" des Gebäudes. Gleichzeitig wird dabei die überschüssige Wärme wieder an die Erde abgegeben und kann zumindest teilweise im Winter wieder entzogen werden.

Sonntag, 9. November 2008

Passivhaustag 2008

Heute wir haben in Erpolzheim ein Passivhaus besichtigt, welches große Ähnlichkeiten mit unserem BV aufweist.
Lüftungsgeräusche waren nicht zu vernehmen und es herrschte ein angenehmes Raumklima.

Hier die Daten:

  • Freistehend, Energiebezugsfläche 195,61 m², Massivbau mit Keller, Wohnfläche ca. 140 m², Baujahr: 2007
  • Außenwand: WDVS, 30 cm Dämmung, 17,5 cm KSL U-Wert = 0,112 W/(m²K)
  • Kellerdecke / Bodenplatte: Dämmung unter Bodenplatte d= 12 cm, Bodenplatte d=25 cm, schw. Estrich d= 16,5 cm
  • U-Wert = 0,149 W/(m²K)
  • Dach: Zwischensparrendämmung, einschl. GK-Platten d= 39,3 cm U-Wert = 0,103 W/(m²K)
  • Fensterrahmen: Fa. Pazen Fenster + Technik GmbH, ENERsign Hochwärmedämmende Passivhaus -
  • Holz-Fiberglasprofile Uw-Wert = 0,75 W/(m²K)
  • Verglasung: 3-fach Verglasung Füllgas Argon Ug-Wert = 0,54 W/(m²K) g-Wert = 52 %
  • Eingangstür: Warm-Haustür System NATURAL DOOR trioplus
  • Heizwärmebedarf: 15 kWh/(m²a) berechnet nach PHPP
  • Gebäudeheizlast: 10 W/(m²) berechnet nach PHPP
  • Primärenergiebedarf: 75 kWh/(m²a) Wohn-/Nutzfläche für Heizung, Warmwasser, Hilfs- und Haushaltsstrom berechnet nach PHPP
  • Lüftung: PAUL - Wärmerückgewinnungsanlage, Compakt 350 DC
  • Wärmepumpen-Kompaktgerät mit WT zur Lüftung, Heizung, Brauchwassererwärmung und Kühlung
  • Heizung: Wärmepumpen-Kompaktgerät mit WT zur Lüftung, Heizung, Brauchwassererwärmung und Kühlung
  • Warmwasser: Wärmepumpen-Kompaktgerät mit WT zur Lüftung, Heizung, Brauchwassererwärmung und Kühlung
  • Luftdichtheit: n50 = 0,4/h
  • Keine Balkone, Terasse nach Norden, südlich stärker beschattet als wir (Nachbarschaftsbebauung).

Dabei kommt eine Frage auf, auf die ich keine Antwort finde.

Wie kommt es, dass dieser Bau die Passivhaus-Vorgaben von 15 kWh/(m²a) erreicht, bei nahezu identischer Bauweise und eher schlechterem A/V-Verhältnis?
Und wir nur knapp die 40 kWh/(m²a).

Als Überlegung bleibt:

  • Passivhaus mit Technologie wie oben (Mehrkosten gegenüber getrennter Lüftungsanlage+Wärmepumpe: 0,-)
  • Verzicht auf Bohrung und/oder Erdkollektor (Minderkosten 2000,- bei Flächenkollektor - 8000,- bei Bohrung)
  • Verzicht auf Fußbodenheizung, dafür nur 1-2 m² beheizte Wandflächen in Bad und Dusche, gespeist über den Pufferspeicher (Minderkosten: 8000,-)
  • Zusätzlich 5000,- Passivhaus-Förderung Rheinland-Pfalz.
  • Geringe Mehrkosten für 0,8 er Fenster überall, ggf. Ost-Fenster im Wintergarten entfallen lassen.

Vermutung: Passivhaus wird günstiger als unsere derzeitigen KfW 40-Planung.

Vorschlag an das Büro Eckert & Rosenberger: Noch einmal mit der PHP-Software durchrechnen und ausweisen, woran das Defizit liegt, ob und mit welchen Maßnahmen Passivhausstandard erreicht werden kann. Dann nochmal Treffen und entscheiden.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Wärmepumpe - Ratlosigkeit

Es gibt unterschiedliche Aussagen zu den beiden Varianten, die für uns zum Tragen kommen könnten: Die Erdwärmepumpe mit Sole-Tiefbohrung oder der Direktverdampfer mit Flächenkollektor. Im Internet liest man von der höheren Effizienz der Direktverdampfer, es gibt aber auch Meinungen, die Tiefbohrung sei effizienter. Vielleicht kennen die Leute aber einfach nicht den Unterschied zwischen Sole-Flächenkolletoren oder Direktverdampfungs-Flächenkollektoren...
Da die Variante mit Tiefbohrung kostenintensiver als die Direktverdampfung mit Flächenkollektoren erscheint, müssen wir dies noch klären.
Nach Empfehlung des Architekten haben wir versucht, uns über die Transferstelle für rationelle und regenerative Energienutzung in Bingen (TSB) kundig zu machen. Es gibt dort interessante Vergleichsuntersuchungen unterschiedlicher Wärmepumpen-Technologien - aber leider ohne Direktverdampfer. Also werde ich nachfragen... Leider gibt es in der TSB nur eine Mitarbeiterin, die sich gut mit Erdwärmepumpen auskennt. Diese nette Dame hat aber keine Erfahrung mit Direktverdampfern, und konnte mir somit nur ein aktuelles Prospekt von Ochsner mailen.
Fazit: Der Kompetenzstelle in Rheinland-Pfalz fehlt (noch) die Erfahrung in Direktverdampfern. Die einzigen Leute mit Erfahrung sind die Installationsbetriebe, die diese Technik verbauen - und verkaufen...
Ich wollte halt 'mal einen unabhängigen Rat...

Zusammenfassend lässt sich folgendes festhalten:
  • Die Sole-Tiefbohrung ist ein sehr sicheres, mit wenig Risiken verbundenes Verfahren. Die einzige Unsicherheit liegt daran, dass man die Entzugsleistung pro m genau kennen sollte, damit die Bohrung nicht zu kurz (und damit kostengünstiger!) geplant wird. Bei den Anbietern sind also die veranschlagten Bohrmeter - die einen großen Kostenfaktor bilden - kritisch zu betrachten. Unseriöse Angebote gehen hierbei von zu geringen Längen aus, was die Kosten senkt, aber fatal für die Effizienz sein kann.
  • Der Erdwäme-Flächenkollektor mit Direktverdampfung ist ein effizientes Verfahren, sofern es richtig geplant und ausgeführt wird. Die Risiken hierbei sind: Die benötigte Kollektorfläche sollte ausreichend und mit etwas Reserve bemessen werden, sonst droht eine Unterkühlung des Bodens, wenn über Jahre mehr Wärme entzogen wird als von oben nachkommt. Hier gilt es, die Bodenbeschaffenheit genau zu untersuchen. Außerdem muss eine solche Anlage von einem ausgebilteten Kältetechniker installiert werden. Leider sind in Deutschland Heizungsbauer und Kältetechniker unterschiedliche Berufszweige und so ist die Auswahl an geeigneten Betrieben beschränkt. Den Heizungsbauern rate ich zur Zukunftssicherung an, sich schnellstmöglich auch in Kältetechnik zu qualifizieren.

Freitag, 10. Oktober 2008

Umweltmesse: Wärmepumpe und Kaminofen

Wir waren heute auf der Umwelt-Messe in Ludwigshafen und haben unsere Pläne mitgenommen.
Dort fanden wir zwei interessante Anbieter bezüglich Wärmepumpen. Wir benötigen eine Lösung für Heizung und Warmwasser. Nach übereinstimmenden Empfehlungen mehrerer Anbieter haben wir uns dazu entschlossen, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einzusetzen. Dies sei bei einem KfW 40-Haus zwingend erforderlich, um Schäden wegen der starken Dämmung (Schimmel) zu vermeiden.
In diesem Fall muss aber der vorgesehene Kaminofen keine Wassertasche brauchen, da er über die Lüftungsanlage das gesamte Gebäude wärmt.
  • Ein Heizungsbetrieb bot eine Sole-Wärmepumpe von Alpha-Innotec mit Tiefenbohrung als Kompaktgerät an. Dieses würde hervorragend in unseren Abstellraum passen. Nachdenklich macht mich der darin integrierte 200 l Brauchwasserspeicher: Ich glaube, dass sich beim Erwärmen des Wassers im Speicher Kalkablagerungen bilden und dadurch über die Zeit die Effizienz abnimmt. Gleichfalls befürchte ich, dass man ab und zu wegen Legionellen mit dem Heizstab zuheizen muss.
    Der Anbieter empfiehlt eine Aerex-Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
  • Ein weiterer sehr kompetent wirkender Anbieter empfiehlt eine Direktverdampfer-Erdwärmepumpe mit Flächenkollektor von Heliotherm. Mit 611 m² sei unser Grundstück bei der vorliegenden Planung (mit hervorragender Dämmung) groß genug für dieses Verfahren. Zur Brauchwassererwärmung nutzt Heliotherm einen 500 l Pufferspeicher und ein Frischwasser-Durchlauf-Verfahren, womit Frischwasser über einen am Pufferspeicher angebrachten Wärmetauscher erhitzt wird. Vom Prinzip her gefällt mir diese Alternative besser, da der Puffer selbst ein geschlossenes System ist - sofern sich ausreichende Zapfraten ergeben.
Beide Anbieter boten mir an, kostenlos ein Angebot auf Basis der Planungsunterlagen zu erstellen. Außerdem versprachen mir beide, Referenzen zu nennen. Ich denke, wir werden dieses Angebot aufgreifen...

Apropos Lüftung: Der eine Anbieter empfiehlt eine Zehnder-Lüftungsanlage, da hierbei die Lüftungsrohre mit einer glatten Innenoberfläche ausgestattet sind, und es auch ein schlüssiges Reinigungskonzept gibt, welches er mir auch erklären konnte.

Nun zum Kaminofen:
Wir haben "unseren" Kaminofen gefunden: Es handelt sich um den Toronto von der Firma Hase. Er verfügt dank der halbkreisförmigen Glasscheibe über einen 180°-Blickwinkel und über eine externe Verbrennungsluftzuführung. Nun müssen wir nur noch mit dem Schornsteinfeger-Meister klären, ob wir diesen zusammen mit der Lüftungsanlage einbauen dürfen...
Am besten für die Platzierung des Kaminofens wäre es, den Schornstein ca. 50 cm nach Osten zu versetzen, so dass er im OG auf der anderen Zwischenwand-Seite steht. Gemäß der Pläne dürfte dies kein Problem ergeben.

Weitere Anregungen:
  • Zisterne und Versickerungsmulde in den Vorgarten statt hinten im Garten - gefällt mir auch besser.
  • Einbeziehung des Abstellraum in die thermische Hülle - allerdings ohne Fußbodenheizung. Das würde uns zwar 60 cm Länge kosten und erfordert möglicherweise eine bessere Dämmung des Flachdachs, bringt uns aber Vorteile für die vorgesehenen Einbauten (Wärmepumpe, Puffer, Lüftungsgerät). Aufgrund dieser Geräte soll dann der Abstellraum statt einem Tor vorne eine thermisch gut isolierte Eingangstür bekommen.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Besuch bei den Pfalzwerken

... war sehr aufschlussreich. Der Berater ging sehr stark von der Kosten-Nutzen-Betrachtung aus.
Nun favorisieren wir folgende Heizungs-Alternativen:
  • Tiefenbohrung mit Sole-WP (Invest ca. 30' inkl. Fußbodenheizung) - diese Variante bietet den Charme eines kompakten und leisen Geräts.
  • Luft-Wasser WP Split oder Kompakt (Invest ca. 25,5' inkl. Fußbodenheizung). Erdwärmetauscher geht dabei nicht wegen dem zu großen Luftdurchsatz, das bringt uns aber Platzprobleme.
  • Passivhaus (Invest nicht ganz klar, 15-20' inkl. Lüftungsleitungen und Einbau, aber ohne Fußbodenheizung - die man dann aber nicht braucht) Die 5000,- Zusatzförderung gehen dann für die Fenster drauf. Somit könnte das Passivhaus ökologisch den besten Nutzen haben.
Zum Solardach: Es kostet ca. 8000,- komplett minus 1000,- Fördermittel und bringt nur 156,-/a an Heizkostenersparnis -> das rechnet sich nicht, es sei denn wir finden was ganz billiges (was trotzdem funktioniert).
Fazit: Wir sind gerade dabei, vom Solardach abzukommen. Bitte hierbei auch bedenken, dass die Kosten dann für die Ziegeleindeckung mit ca. 50,- € / m² zu Buche schlägt.

Wir werden am Wochenende zur Energiemesse in Ludwigshafen gehen und uns dann endgültig entscheiden.
Es bleibt es bei der KfW40-Forderung von unserer Seite, auch wenn wir ggf. Passivhaustechnik verwenden.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Kellerangebote und Heizungen

Da mir das Teilangebot für den Keller etwas teuer vorkommt, schreibe ich weitere Kellerbau-Firmen an und nenne unsere Daten. Es soll freilich ein Fertigkeller werden.

Parallel suche ich im Internet auf der Suche nach einer Lösung für Heizung und Warmwasser. Welche Wärmepumpe soll es werden?